Böhm-Chronik




Leserforum des Waldenburger Heimatboten

Leser-Echo aus USA, WHB 2/2003



Leserbrief an den Waldenburger Heimatboten von:
Herbert Krause
Richard-Wagner-Str. 50
40724 Hilden
früher Sandberg und Friedland


Am 21. Dezember 2002 erhielt ich aus den USA einen Anruf von Günter Böhm, 200 Prospect Street, Herkimer, NY 13350. Er hatte im WHB (Oktober 2002) den von mir verfaßten Artikel "Der Wald im Kreis Waldenburg" gelesen, worin ein Onkel [soll heißen: Urgroßonkel] von ihm als Besitzer von 200 Hektar Wald, zum Rittergut Tannhausen gehörend, erwähnt wurde.

Da er Ahnenforschung betreibt (sich in der schlesischen Heimat in Kirchenbüchern und Registern der Standesämter immer wieder auf Spurensuche begibt), hatte ihn der Artikel mit der Erwähnung seines Onkels [Urgroßonkels] besonders interessiert. So kam es zum Anruf an mich, nachdem er über das Internet meine Telefonnummer ausfindig gemacht hatte.

Er erhoffte sich von mir weitere Anhaltspunkte für eigene Nachforschungen. Ich vermochte ihn nur auf das "Fürstliche Forstamt" zu verweisen. Dessen Angaben über die Verteilung der Waldflächen auf das Kreisgebiet und ihre Besitzer waren im Heimatbuch des Jahres 1925 "Bilder aus dem Waldenburger Berglande" veröffentlicht worden. Ich schickte ihm darüber hinaus eine Kopie des Inhaltsverzeichnisses dieses Heimatbuches, das eventuell noch andere Hinweise enthält.

In einem weiteren Anruf hat sich Herr Böhm dafür bedankt. Im Verlaufe des Gesprächs erfuhr ich von ihm, daß er (Jahrgang 1939) im Jahre 1948 aus Friedland, wo er in der Liebigstraße wohnte, vertrieben wurde. Ich konnte ihm erwidern, daß mich (Jahrgang 1924) dieses Schicksal gleichfalls in Friedland (Obere-Steine-Straße 13) im Mai 1946 erteilt hatte.

Welch eine Laune des Schicksals, daß nach alledem zwei Friedländer in einem Telefongespräch über den Atlantik hinweg sich ahnungslos begegnen.





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