Böhm-Chronik




Reisebericht

Unsere Reise nach Schlesien, September 2007




Einige Höhepunkte von unserer 6. familiengeschichtlichen Forschungsreise:


Am 14.September 2007 war die feierliche Eröffnung der Böhm-Kammer im Schloss Tannhausen/Jedlinka. Ein kleines Archiv zur Böhm'schen Familiengeschichte in Schlesien. Pressebericht - Bitte Geduld, etwas längere Ladezeit.

Pfarrer Stepniak von Czarny Bór/Schwarzwaldau übergab ein Exemplar seiner Ortschronik "Czarny Bór - Historia i wspolczesnosc" (Deutsche Übersetzung), in der die Frühgeschichte der Behem 1329-1409 in Schwarzwaldau ausführlich behandelt wird.

Andreas Richter, Herausgeber des limitierten Nachdruckes des Sinapius, "Schlesischer Curiositäten erste Vorstellung" (1720) und "Des Schlesischen Adels anderer Theil oder Fortsetzung Schlesischer Curiositäten" (1728), beteiligte sich mit mir an der Schenkung des vierteiligen Bandes an das Schlossarchiv.

Vielleicht entwickelt sich Schloss Tannhausen/Jedlinka mit seiner 700-jährigen schlesischen Geschichte sogar noch zu einer Begegnungsstätte für Familienforscher.

Seit fünf Jahren suchte ich vergebens das Böhm-Gut (Tannhausener Linie) in Hermsdorf, diesmal habe ich es gefunden. Ich konzentrierte mich immer auf die andere Strassenseite. Die Skizzen des 19. Jahrhunderts sind für heute nicht ganz korrekt; neue Bebauung, neue Strassenführungen usw. Ein Heimatfreund sandte mir kürzlich ein paar Fotos und die Standortbeschreibung: an der Endstelle der ehem. Strassenbahn, jetzt Endstelle des Stadtbusses, der mir jedoch mehrmals die Sicht zur Einfahrt der Gutsanlage versperrte. Wir fuhren am letzten Tage nochmals hin, diesmal mit Erfolg. Eigentlich ganz logisch, am Anfang der Böhm-Strasse (ul. Kresowa) rechts, zwar etwas versteckt.

Besuch der unterirdischen Bauten im Eulengebirge bei Wüstewaltersdorf (Walim) und der Andreasbaude mit Abstecher zur Burgruine Freudenberg (Zamek Radosno).

Zwei Tage lang fuhren wir über die Dörfer auf der Suche nach Spuren von alten Wappen an den Kirchen in Ortschaften der frühen Behem (um 1400). Es war eine Orientierungsfahrt für künftige Forschungsziele. Wir fuhren bis Woitsdorf und Modelsdorf bei Haynau. Dabei kamen wir auch zur Gröditzburg (Zamek Grodziec), nordwestlich von Goldberg. Ein älterer Landarbeiter, den ich beim Holzhacken auf einer zerfallenen Rittergutsanlage ansprach, empfahl mir zur Burg zu fahren. Auf der Gröditzburg war eine Jugendherberge eingerichtet. Der Kastellan der Burg, Zenon Bernacki, führte uns durch die Burganlage. Wir hatten ein gutes Gespräch und letztlich wurden wir sogar noch zum Mittagessen im Rittersaal eingeladen. Ein wunderbares Ereignis.

Es gibt noch viel zu tun.


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