Böhm-Chronik



Tannhausen

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(Urgroßonkel)


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"Böhm-Chronik"

Handbuch zur Familiengeschichtsforschung im Waldenburger Bergland


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(On-Line Translation)






Schloß zu Tannhausen




Lageplan




Schloß Tannhausen
im Jahre 2000




Bad Charlottenbrunn




Tannhausen




Tannhausen






Rittergut und Schloß Tannhausen (poln. Jedlinka). In der Chronik steht: "Das Dominium Tannhausen war 1889 durch Kauf an Leutnant Gustav (Adolf) Böhm (Onkel 2.Grades meines Großvaters Paul Erdmann Böhm, also mein Urgroßonkel 2. Grades) aus Hermsdorf, Kreis Waldenburg, Bezirk Breslau, übergegangen. Das Rittergut mit etwa 130 Morgen Acker und Wiesen wurde anfangs von der Herrschaft selbst bewirtschaftet. Seit 1903 verpachtet. Der größte Teil des Gutes bestand aus etwa 1700 Morgen Wald. Seit dem 18.Nov.1890 war der Schloßherr verheiratet mit Maria Margaretha Clara Warmbt, älteste Tochter des früheren Kaufmanns Richard Warmbt in Waldenburg und seiner Ehefrau geborene Raschdorf." Hinweise zu Warmbt Bild 1 und Bild 2

Tannhausen (Jedlinka) ist heute ein Ortsteil von Jedlina-Zdrój (Bad Charlottenbrunn).

Gustav Adolf Böhm (*4.Sept.1864 +20.Mai 1933) wurde erwähnt
1894 Leutnant a.D.
1905 Rittmeister der Landwehr-Kavallerie,
1917 Rittmeister der Landwehr-Kavallerie a.D.,
1920 Aufsichtsratmiglied des Steinkohlenbergwerkes "Glückhilf-Friedenshoffnung" in Hermsdorf,
1920 Mitglied des Pferdedezernates,
1921 "Ritter des Eisernen Kreuzes" und
1925 Major.


Rittmeister Böhm, 1.Weltkrieg


Palac Jedlinka / Schloss Tannhausen (2007)

Gewölbe in der Eingangshalle


Korrespondenz von Gustav Böhm, 1911 und 1912

Rittergutsbesitzer, Rittmeister und Kirchenpatron von Tannhausen


Schloss Tannhausen 1908
von 1889-1945 im Besitz der Familie von Gustav Böhm (Urgrossonkel)


Gustav Böhm, Tannhausen
Robert Schäl, Lehmwasser
Pastor Stern, Bad Charlottenbrunn
Mitte der 20er Jahren in Waldenburg


Sterbeurkunde 1928
Ernestine Böhm

Aus der Ehe entsprossen:

1. Rittmeister Ulrich Hans Joachim Böhm, (1892-1945),
Inhaber des Eisernen Kreuzes

2. Major Werner Willy Richard Böhm, (1893-1950),
Inhaber des Eisernen Kreuzes,
kehrte nach dreieinhalbjähriger russischer Gefangenschaft im Februar 1918 (Oberleutnant) durch Flucht aus Sibirien wohlbehalten zurück,

3. Leutnant Reinhard Gustav Hellmut Böhm, (1894-1978),
wanderte 1925 nach Südwest-Afrika aus (Farm Wolfsgrund)
Inhaber des Eisernen Kreuzes

4. Erika Johanna Christine Böhm, (1900-1950).

Ferner lesen wir in der Chronik (Stand 1921): "Nach altem Brauch und guter Sitte zogen gleich zu Beginn des (ersten) Weltkrieges der Schloßherr und seine drei Söhne freiwillig ins Feld 'mit Gott für König und Vaterland', zu schirmen Heimat und Vaterhaus."

Album: Böhm (Hermsdorf/Tannhausener Linie)

Besitzer des Rittergutes 1937: Böhm'schen Erben,
Bevollmächtigter: Dipl.-Ing. Werner Böhm

Das Schloßgebäude besetzte die NSV "National-Sozialistische Volkswohlfahrt" und 1944 die OT "Organisation Todt", 1945 sowjetische Kommandantur und in kommunistischen Zeiten war das Rittergut eine Kolchose.

Beiträge zu Böhm aus der "Schlesischen Bergwacht" (1919-1921)
Sozialdemokratische Presse vs. Rittergutsbesitzer Böhm

Beiträge zu Böhm im Ev. Gemeindebote
aus "Evangelischer Gemeindebote für das Waldenburger Bergland" (1924-1938)

Gedenkblätter
Gedenkblätter vom 11.12.1898 zur Feier des 150jährigen Bestehens der ev. Kirchgemeinde Charlottenbrunn

Kirchengeschichte
Aus der Geschichte unserer Kirchgemeinden/ Die Kirchgemeinde Charlottenbrunn

Nachrichten von der Parochial-Kirche zu Tannhausen, 1829
Seite 158 f (30 und 31)

Todesanzeige Gustav Böhm
aus "Evangelischer Gemeindebote für das Waldenburger Bergland" (4.6.1933, Seite 188); Staatsbibliothek Berlin

Aus dem Tagebuch eines Zeitzeugens
Kurz-Auszüge zum Schloß Tannhausen (1928 - 1955)

Notizbuch: Ernst Hänke
Zeitgeschehen vom April bis Mitte 1946;
bereitgestellt von Wolfgang Exner (früher Tannhausen)

Schloss Tannhausen in der Sammlung Duncker

ZESPOL PALACOWO-PARKOWY W JEDLINCE
Palac Jedlinka / Schloss Tannhausen

Zweisprachige Werbetafel zum Schloss Tannhausen in Dorfbach/Wüstewaltersdorf
Foto von Wolfgang Leistritz, Juni 2008

Kleine Wappenkammer im Palace Jedlinka / Schloss Tannhausen
(Sommer 2007)
Wappenkammer
Schrank mit Wappenbüchern u.a. Almanach de Gotha, Sinapius
(Grösste Sammlung in Polen)
Einige Wappen des schlesischen Landadels
Wappenbeschlagene Truhe


Gustav-Böhm-Kammer im Schloss Tannhausen
gewidmet der Böhm'schen Familiengeschichte
Ausstellung in der Böhm-Kammer:
Tafel Böhm-Chronik (Kurzfassung)
Tafel Einige Dokumente
Tafel Hermsdorf/Tannhausener Linie
Tafel Hermsdorf/Langwaltersdorfer Linie

Fotos der Böhm-Kammer

Böhm-Kammer im Schloss Tannhausen feierlich eröffnet
(Pressebericht 25.September 2007, in Polnisch)

Tränen unter dem Porträt des Onkels
Besuch im Schloss Tannhausen / Jedlinka, September 2007

Familientreffen-Album: Schloss Tannhausen, 26.Juli 2008

Video-Berichte vom Palac Jedlinka / Schloss Tannhausen
(einschl. Filmausschnitt vom Polnischen Fernsehen TVP Wroclaw/Breslau)

Honorowy Obywatel miasta Jedlina-Zdrój
Ehrenbürgerschaft von Jedlina Zdroj (Bad Charlottenbrunn) am 4.Juni 2009, in Polnisch

Unsere 4. familiengeschichtliche Forschungsreise
Böhmen und Schlesien (September 2005)

Unsere 5. familiengeschichtliche Forschungsreise
Reisebericht (Juli 2006)

Unsere 6. familiengeschichtliche Forschungsreise
Reisebericht (September 2007)

Unsere 7. familiengeschichtliche Forschungsreise
Reisebericht (Juli 2008)

Unsere 8. familiengeschichtliche Forschungsreise
Reisebericht (September 2008)

Unsere 9. familiengeschichtliche Forschungsreise
Reisebericht (Juni 2009)
Ehrenbürgerschaft von Jedlina Zdroj (Bad Charlottenbrunn)

Unsere 10. familiengeschichtliche Forschungsreise
Reisebericht (September 2010)

Unsere 11. Reise nach Schlesien
Reisebericht (Juni 2011)

Unsere 12. Reise nach Schlesien
Reisebericht (September 2012)
zusammengestellt grösstenteils aus polnischen Presseberichten

Unsere 13. Reise nach Schlesien
Reisebericht (Juni 2013)



Geschichtliches zum Schloß Tannhausen

Das im Gutsbezirk liegende Schloß, damaliger (1925) Besitzer Major Böhm, wurde im Jahre 1862 erbaut bzw. erweitert, teilweise auf den Grundmauern des alten Schlosses. Das älteste Schlößlein soll 1428 von Hussiten zerstört worden sein.

In der Zeit des ersten Schlesischen Krieges (1740-1742) gehörte das Rittergut Tannhausen dem General-Feldmarschall Freiherrn Hans Christoph von Seherr-Thoß, welcher in österreichischen Diensten stand. Er hatte wiederholt seinem Kaiser Karl VI. abgeraten, Friedrich II zu bekriegen, ihn lieber durch Gebietsabtretungen zu entschädigen. Sein Rat wurde nicht befolgt. Der Krieg begann. Sein Besitz Tannhausen wurde beschlagnahmt und von einem preußischen Obersten, dem Grafen von Truches, verwaltet. Seherr-Thoß war Geheimrat, Gouverneur von Mähren und Österreichisch-Schlesien und Chef eines Kürassierregimentes. Er vermählte sich später in zweiter Ehe mit der Gräfin Charlotte von Pückler, der Gründerin von Bad Charlottenbrunn. Da Friedrich der Große während des 1. Schlesischen Krieges dem österreichischen Feldmarschall nicht traute, beschlagnahmte er alle seine Güter, gab sie jedoch 1747 wieder heraus. Der Feldmarschall starb 1743 in Brünn.

Der zweite Schlesische Krieg 1744 und 1745 brachte mehr Leiden und Beschwerden. Die preußische Armee mußte sich aus Böhmen zurückziehen. Vier Kolonnen, geführt vom Könige und den Königlichen Prinzen, marschierten durch Wüstegiersdorf und Tannhausen und nahmen hier Quartier. Das Schloß Tannhausen war für den König Friedrich II, die Königlichen Prinzen und den Grafen Ludwig Wilhelm von Münchow, Provinzialminister von Preußisch-Schlesien (1742-1753), als Wohnung ausersehen. Der König blieb nur vier Tage da; aber seine Armee weilte von Dezember an den ganzen Winter hier.

Im dritten Schlesischen Kriege (Siebenjähriger Krieg) 1756 -1763, schlugen Fürst Moritz von Dessau und General Graf Hans Joachim von Zieten (1699-1786), "dem alten Zieten", 1758 ihr Hauptquartier im Schlosse zu Tannhausen auf. Es herrschte im Volke große Hungersnot und Sterblichkeit.

Am 22. Juli 1762 besuchte König Friedrich II (der Große) Wäldchen, weilte auf dem Neukretschamberge und in der Nähe von Erlenbusch.

Der Gutsbezirk Tannhausen wurde im April 1929 aufgrund der Änderung des Gemeindeverfassungsrechts vom 27.Dezember 1927 aufgelöst und zu Wüstegiersdorf eingemeindet (Wüstegiersdorf - Ortsteil Tannhausen).


Quellen:
Informationen aus der "Chronik von Tannhausen, Blumenau, Erlenbach, Bad Charlottenbrunn und Sopienau" von Rektor Karl Bergmann, 1921.
"Bilder aus dem Waldenburger Bergland" von Max Kleinwächter, 1925.
Güteradressbuch 1894
Besitzer: Gustav Böhm, Lieut. a.D.
Fläche 300ha: 80ha Acker, 13ha Wiesen, 200ha Holz, 3ha Weiden, 4ha Hof
Grdst.-R.-E. 2241 M, Brauerei und Brennerei (verpachtet).

Güteradressbuch 1905
Güteradressbuch 1917
Güteradressbuch 1937
Waldenburg in Schlesien, von Erwin Stein; aus der Reihe: Monographien deutscher Städte, Band 26, Berlin 1925.
Aus der Geschichte des Kreises Schweidnitz, Dr. Radler.
Schlesien-Mailing-Liste.
Aus privater Familien-Sammlung: Immo Böhm, Windhoek, Namibia
"Chronik von Dominium und Schloss Tannhausen": bearbeitet von Kantor Scholz, Tannhausen 1892 und ergänzt bis 1951 durch Reinhard Böhm, Farm Wolfsgrund in Südwestafrika (heute Namibia). Transkription durch J. Kutzner im Auftrag von Hartmut Böhm, Windhoek, Namibia, Juli 2008, 95 Seiten.



Aus Brauereien in Schlesien:
Tannhausen WAL - Jedlinka Zdrój Pl
1) Brauerei Gustav Böhm 1892 - 1910
2) Brauerei Herm. Scheel 1880 - 1885
Brauerei H. Scheel Wwe. 1885 - 1898
Schloßbrauerei Alfred Scheel 1898 - 1902
Engler`s Schloßbrauerei 1902 - 1904
Schloßbrauerei Tannhausen Gust. Böhm, Pä. Wilh. Engler 1904 - 1920

Die Ortschaften um 1830

Tannhausen, Mittel-, Nieder- und Ober-, Reg. und Ober-Landes-Gericht Breslau, Landrathamt Waldenburg; 1 königliche Post-Expedition des Post-Amtes Schweidnitz am Ort; Eigentümer Emanuel Graf v. Pückler; Partimonal-Gericht, Justitiar Lindner in Waldenburg. (Schweidnitz-Jauer'sche Fürstenthums-Landschaft, auch landräthlich vor 1818). 1 königliches Chaussee-Zollhaus.

a) Mittel-Tannhausen, Dorf, Süd-Ost 5/4 Meilen von der Kreisstadt; 93 Häuser, 632 Einwohner, (katholisch 17), katholische Kirche zu Nieder-Tannhausen, Parochie Waldenburg; ev. Kirche zu Chalottenbrumm; 1 evangelische Schule, 1 Lehrer, Collatur Grundherrsch.; 1 Freischoltisei, 2 herrschaftliche Vorwerke, 1 ansehnliches Schloß, mit vorzüglicher Brauerei, deren Stettiner Bier weit verfahren wird; 1 Brennerei, 2 Wassermühlen, 2 Brettmühlen, 1 Wassermangel, 2 Leinwandwalken, 1 Hängehaus, 4 Bleichhäuser, 25 Leinwebstühle, 1 Steinkohlen-Förderungs-Dampfmaschine, 2 Steinkohlengruben: a) Sophie, 21.000 Tonnen kleine Kohlen; b) Karl, in Fristen. Auch alter verlassener im Jahre 1536 begonnener und neuerdings wieder untersuchter Kupferbau.

b) Nieder-Tannhausen, auch Erlenbusch genannt, Dorf, Süd-Ost 6/4 Meilen von der Kreisstadt; 31 Häuser, 203 Einwohner, (katholisch 17); 1 katholische Mutterkirche, Adjunkt von Waldenburg, von den Evangelischen erbaut 1593, ihnen genommen 1654, in ihr wird alle 4 Wochen Messe und Predigt gehalten; von den Evangelischen jedoch auch zu Leichenreden genutzt. Sie ist massiv mit Schindeln gedeckt, und mit einem größeren und kleineren Thurme geziert; evangelische Kirche zu Charlottenbrunn. 1 Krankenhaus, 2 Bleichen.

c) Ober-Tannhausen, auch Blumenau genannt, Dorf, Süd-Ost 6/4 Meilen von der Kreisstadt; 1235 Fuß (nach Mosch) über der Ostsee; 53 Häuser, 336 Einwohner, (katholisch 9); Kirchen wie Mittel-Tannhausen; 17 Leinweberstühle, 4 Bleichhäuser, 1 Hängehaus, 1 Wassermangel, 2 Leinwandwalken, mit den Bleichhäusern verbunden, 2 Wassermühlen, 1 Brennerei.

Informationen aus: J.G. Knie, J.M.L. Melcher, Geographische Beschreibung von Schlesien preußischen Antheils, der Grafschaft Glatz und der preußischen Markgrafschaft Ober-Lausitz, Grass, Barth & Comp., Breslau 1830