Böhm-Chronik
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Waldenburg (poln. Walbrzych), Kreisstadt inmitten des Waldenburger Berglandes, 400-500 m hoch gelegen. Gründung etwa 1290, 1305 Burgdorf "Waldenberc", 1400 Verleihung des deutschen Stadtrechts. 1532 erste Bergordnung. Offene Marktsiedlung mit rechteckigem Ring. Marienkirche von 1714, evangelische Kirche 1785-1788 nach Plänen von Carl Gotthard Langhans, Rathaus 1855, barocke Bürgerhäuser am Ring. Im 20.Jh. Eingemeindung der in den umliegenden Tälern gelegenen Nachbarorte. Im 19.Jh. bedeutender Leinenhandel. Mittelpunkt des Waldenburger Kohlenreviers, Steinkohlenbergbau, Steinkohlenchemie, Chemische Industrie, Hüttenwerke, Maschinenfabriken, Stahlbau, Pozellanfabriken, Textilindustrie, Schuhindustrie sowie andere Unternehmen. 1818 Errichtung der ersten mechanischen Flachsgarnspinnerei auf dem europäischen Festland. 1834 erste Porzellanfabrik der Welt mit Steinkohlefeuerung. Die Waldenburger Firma Krister gehörte zu den großen Pozellanhersteller Europas, desgleichen die Firma Thielsch in Waldenburg-Altwasser. Berglandmuseum, Stadttheater. Nördlich von Waldenburg Schloß Fürstenstein und die durch ihre Dahlienzucht berühmte Gärtnerei Liebichau. 1939: 65000 (mit Vororten 110000), 1975: 128000 Einwohner. 1975 wurde Waldenburg Sitz einer Wojewodschaft.
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